Riders Cup 17 in Wagrain-Kleinarl

Die Sieger des Riders Cup 2017 in Wagrain-Kleinarl kommen aus den USA und aus Österreich. Vor phantastischer Kulisse, im Winterwonderland im Herzen der Salzburger Sportwelt und vor 3000 begeisterten Fans setzten sich am Ende Cameron Naasz, Weltmeister und Nr.1 der Weltrangliste, und die Steirerin Veronika Windisch, zweimalige Olympiateilnehmerin im Shorttrack, durch.

Der Auftakt zur ATSX Ice Cross Downhill World Championship 2017/18 beinhaltete alles, was die junge Sportart zu einem fantastischen Spektakel, enormen Publikumsrenner und zu einem heißen Olympia-Kandidaten macht. Bei den Herren war die gesamte Weltelite in den Pongau gekommen, um in spektakulären, action-geladenen Heats den ersten Titel der Saison unter sich auszumachen. Cameron Naasz, der 28-Jährige aus Minnesota, musste letztlich sein ganzes Ausnahmekönnen aufbieten, um sich im großen Finale durchzusetzen. Denis Novozhilov aus Russland und die Schweizer Kilian Braun und Jim De Paoli hatten nur denkbar knapp das Nachsehen. 

„Der beste Riders Cup von allen!“

„Das ist von allen Riders Cups der allerbeste“, strahlte Naasz im Ziel. „Wagrain-Kleinarl ist für mich der perfekte Start in die Saison. Ich möchte mich auch bei Marco (Dallago) bedanken, die Organisatoren machen hier einen unglaublichen Job!“ In der Tat baute der Lokalmatador und Vorjahressieger aus der Steiermark einen Track in den Wagrainer Ortsteil Egg, der für jeden Geschmack etwas bereithielt und selbst die Stars an die Grenzen brachte. 

Marco Dallago Achter trotz Handicaps

Sportlich lief es für Dallago nicht ganz nach Wunsch. Im Halbfinale war für ihn Endstation – Rang acht. „Es geht alles so eng zu. Jetzt hab ich einmal den Kürzeren gezogen“, nahm es der 27-Jährige verhältnismäßig gelassen. „Ich hätte am Schluss sogar noch eine Chance gehabt, aber da ist mir ein bisserl der Platz ausgegangen.“ Was er am liebsten verschwiegen hätte: Sein linker Arm steckte die ganze Woche im Gips, der auch unmittelbar nach dem Rennen wieder zur Ruhigstellung des entzündeten Ellenbogens zum Einsatz kam. „Ich möchte das nicht als Ausrede nehmen, beim Laufen spür’ ich’s wirklich nicht.“

Generell sei er sehr zufrieden, so Marco Dallago, „die Stimmung war großartig!“ Der Sport sei „einfach ein Wahnsinn, so unberechenbar.“ So schied etwa auch der Vorjahresdritte Maxwell Dunne („Eine absolute Startmaschine!“) diesmal schon im Halbfinale aus. „Ein kurzer, schwacher Moment und weg ist man…“ 

Veronika Windisch einsame Klasse

Dafür, dass bei der Siegerehrung doch die österreichische Hymne erklang, sorgte Veronika Windisch. Die 35 Jahre alte Grazerin war im Wettbewerb der Damen einsame Klasse und verhalf auch den Dallago-Brüdern Marco und Luca, der in Wagrain-Kleinarl krankheitsbedingt hatte passen müssen, zu einem weiteren Achtungserfolg: „Im Sommer habe ich zwei Monate lang mit ihnen trainiert“, so Windisch, die nun plant, die gesamte Ice Cross Downhill-Saison zu bestreiten. Allein, die Finanzierung müsse erst sichergestellt werden. 

Kids zeigen ihr Können

Ein besonderes Highlight bildete in Wagrain-Kleinarl schließlich auch der Auftritt des Nachwuchses am Samstagabend. Beim Kid’s Race durften Kinder inmitten ihrer Idole und vor großer Kulisse ihr Können zeigen. Und angesichts der Art und Weise, wie souverän sie Kurven, Wellen, Steilhang, Stufen und Sprünge meisterten, wurde bewusst, dass dieser Sportart eine grandiose Zukunft bevorsteht und die Limits noch lange nicht erreicht sind. 

ERGEBNISSE, Herren:
1. NAASZ Cameron (USA)
2. NOVOZHILOV Denis (RUS)
3. BRAUN Kilian (SUI)
4. DE PAOLI Jim (SUI)
5. SCHRAM Jack(USA)
6. KAUTTO Joonas (FIN)
7. LAHTI Mirko (FIN)
8. DALLAGO Marco (AUT)
9. DUNNE Maxwell (USA)
10. MERZ Patrik (SUI)
20. HOHL Maximilian (AUT)
38. GRAF Florian (AUT)
43. WIRNSTL Andreas (GER) 

Damen:
1. WINDISCH Veronika Windisch (AUT)
2. MORAND Anais (SUI)
3. ZENZ Alice (AUT)
4. KLEMOLA Miisa (FIN)
5. PIERROT Lou (FRA)
6. BLANC Ester (FRA)
7. MONNERON Mathilde (FRA)
8. HUNT Tara (CAN)
9. CONDROYER Amandine (FRA)
10. MANILA Lelde (LAT)

Impressionen RidersCup 2017 / Wagrain-Kleinarl Tourismus/Mark Roe