Vorschau 1.Murauer Rallye Sprint 2018

Mit neuem Organisationsteam gibt die seit 2007 bestehende ARC-Rallye nur zwei Jahre nach dem Abschied ein Comeback als kompakter Rallye Sprint. Die ebenfalls neu organisierte Austrian Rallye Challenge feiert diesmal sogar ihren Saisonauftakt, im Alpe Adria Rally Cup fährt man Lauf zwei. Ein „Knüller“ wird jene 20,2 km lange Sonderprüfung, die schon Wittmann und Co begeistert hatte. Bereits zugesagt haben Lokalmatadore wie die Leitgebs in „brüllenden“ S2000-Boliden sowie der St. Veiter Rekordsieger Alfred Kramer.

St. Veiter Rallye-Comeback: Rundum optimiert! 

Nach dem stillen Pausenjahr zählen Kärntner Rallyefans bereits sehnsüchtig die noch verbleibenden Tage bis zum großen Comeback in und um St. Veit an der Glan. Der 1. Murauer Rallye Sprint St. Veit bildet den Auftakt zur Austrian Rallye Challenge (ARC) und zählt auch zum ebenfalls nach einem Jahr Funkstille zurückgekehrten Alpe Adria Rally Cup (AARC).

Prunkstück und Höhepunkt der Premiere der Rallye-Veranstalter ist eine 20,2 Kilometer lange Sonderprüfung (SP 3/4 „Schaumboden-Gradenegg“) mit einer ganz besonderen Geschichte und bringt die Neo-Organisatoren ins Schwärmen: „Diese Prüfung ist wirklich legendär! Dort flog schon 1969 der damalige Lokalmatador Klaus Russling über die Kuppen, als dieses Teilstück zur damaligen Alpenfahrt-Rallye zählte. Zwar fahren wir die SP in die andere Richtung – doch wir gehen davon aus, dass so manche Fans oder auch Aktive allein wegen der abwechslungsreichen Streckencharakteristik und dem Kult-Status dieser Prüfung zu unserem Sprint pilgern werden.“

Kult-Sonderprüfung

Was „alte Hasen“ bei Nennung der besagten Prüfung hellhörig werden lässt, erklären sich die Veranstalter mit der Vielfältigkeit dieser Strecke: „Auf diesen 20,2 Kilometern findet man fast alles, was den Rallyesport ausmacht: Schnelle langgezogene Kurven, Spitzkehren, ein Sprung und wechselnde, völlig unterschiedliche Asphaltbeläge. Abgerundet wird das Ganze mit rund vier Kilometern losem Untergrund sprich Schotter.“ Für die Fans bieten sich auf der Kult-Sonderprüfung einige attraktive „Actionpoints“ – die Organisatoren empfehlen beispielsweise den „Abzweig in Hart“ oder auch „Wegscheide“ und „Steiner, Pflausach“. Das „Gustostückerl“ der mit der elften Ausgabe eingeläuteten zweiten Phase des Kärntner Rallye-Events kam erst kurzfristig zustande, die Veranstalter senden „ein großes Danke an die Gemeinden Liebenfels, Frauenstein, Straßburg, Möbling und natürlich an die Stadt St. Veit.“

Um kein allzu großes finanzielles Risiko einzugehen, entschieden sich die neuen Organisatoren für eine kompakte Sprintrallye – übrigens auf Anraten des bekannten Vorgängers Wolfgang Troicher, der von 2007 bis 2015 exakt zehnmal für Rallye-Flair rund um St. Veit und auch Althofen gesorgt hatte. Jener Wolfgang Troicher übrigens auch, der gemeinsam mit seiner Gattin Alexandra den länderübergreifenden Alpe Adria Rally Cup organisiert und beim Herstellen der Trophäen auch selbst Hand anlegt. Aus dieser Zusammenarbeit stammt auch die Optimierung als Sprintrallye mit zwei Prüfungen, die jedoch – mit einem zwischengelegten Regrouping – beide direkt hintereinander absolviert werden. Erklärung der Veranstalter: „Normalerweise brauchst du ganz sicher zwei Zeitnahme- oder auch Streckensicherung-Teams und ähnliches, da mindestens zwei oder auch mehr unterschiedliche Prüfungen jeweils am Vormittag und Nachmittag absolviert werden, und sich die beiden Trupps jeweils von SP zu SP ablösen. Bei unserem Konzept kommen wir die gesamte Zeit mit je einem einzigen Trupp aus, was die Ausgaben naturgemäß reduziert.“

„Rallyeherz“ pocht am St. Veiter Rennbahngelände

So ergibt sich auch ein abwechslungsreicher Ablauf bei den Regroupings zwischen den jeweiligen Sonderprüfungen. Als Basis dient das bereits vertraute Rennbahngelände von St. Veit, in dem der Servicepark errichtet und ein großes Festzelt schon ab Freitagmittag für kulinarische Freuden sorgt. Angezapft wird dort natürlich auch jene Biermarke, namentlich Murauer, welche als Namenssponsor einen großen Anteil daran trägt, dass die quasi „ins kalte Wasser gesprungenen“ Neo-Organisatoren bei ihrer „Feuertaufe“ relativ unbelastet und ihrer Begeisterung freien Lauf lassend ans Werk gehen können.

So wird beim Regrouping auf dem Hauptplatz von Straßburg ein „wahres Volksfest“ erwartet. Nach dem zweiten Durchgang der aus den Vorjahren bekannten SP „Rastenfeld- Straßburg“ pilgert der Tross über die öffentlichen Straßen der Verbindungs-Etappe zurück zum St. Veiter Rennbahngelände. Am späten Samstagnachmittag wird endlich die ersehnte Kult-Prüfung angesteuert. Nach dem ersten Durchgang treffen die Rallyeboliden auf dem Hauptplatz von Liebenfels zu einem 40-minütigem Regrouping ein, ehe es noch einmal hinaus auf die sagenumwobene SP „Schaumboden-Gradenegg“ geht. Vom Ziel dieser Prüfung aus müssen die Rallyeteams noch das „Finish Podium“ im St. Veiter Rennbahngelände erreichen und hernach den Parc Ferme.

Leitgebs mit „brüllenden“ S2000 – Kramer will Rekordsieger bleiben

Die offizielle Nennliste des 1. Murauer Rallye Sprint St. Veit wird erst am 11. Mai verkündet – doch schon jetzt ist bekannt, dass einige der wichtigsten Lokalmatadore ganz sicher an den Start gehen werden. So haben sich sowohl Heinz Leitgeb als auch dessen Sohn Karl-Heinz Leitgeb angekündigt – und zwar mit zwei kultigen Fahrzeugen: Beide pilotieren jeweils einen S2000-Boliden, der sich wegen seines Saugmotors und dem daraus resultierenden „Spruch“ – in Wahrheit ein regelrechtes „Brüllen“ – bei den Fans großer Beliebtheit erfreut. Bei Heinz Leitgeb tut das auch dessen Copilot: Denn aus dem „Gebetsbuch“ liest niemand geringerer als Kurt Jabornig, ein echtes Kärntner Original.

Ein solches ist auch der „Highlander“ Alfred Kramer, der sogar die ORM-Rallye im Lavanttal als Test für den 1. Murauer Rallye Sprint anlegte, dabei jedoch von der Strecke flog und sich mit Copilot Jürgen Blasnegger überworfen hat. Doch wer den „Highlander“ kennt, der weiß, dass er längst schon für Ersatz gesorgt hat – schließlich ist Kramer in der Geschichte der Rallye rund um St. Veit und Althofen mit drei respektive vier Siegen (inklusive dem 2014 zusätzlich abgehaltenen Sprint) der bislang mit Abstand erfolgreichste Pilot.

Bereits fix sind auch drei moderne R5-Boliden: Gerald Rigler und der Südtiroler Bernd Zanon lieferten einander bereits beim Auftakt zum Alpe Adria Rallye Cup in der Alpe Adria Rally Trophy ein Gefecht um erste Punkte und werden auch beim zweiten Lauf zum AARC/AART in St. Veit an den Start gehen. Zudem soll Markus Steinbock einen Hyundai i20 R5 ausführen. Gesichert ist auch der Start des aktuellen Tabellenleaders im AARC, Michael Kogler im Citroen DS3 R3.

Insgesamt rechnet der für die Organisation verantwortliche und zu diesem Zweck neu gegründete Event- und Rallye Club St. Veit mit rund 70 Teams auf der Nennliste. Zu diesem Organisationsteam zählen Michael Uschan – sonst gerne selbst als Copilot aktiver Rallyefreak – unterstützt von seiner Gattin Sabine, sowie Slalom-Pilotin Ida Wenghofer und ihr Ehemann Georg. Hinzu kommen zahlreiche Helfer beim Event selbst, darunter Feuerwehren und die involvierten Gemeinden. Und so rückt das in St. Veit heiß ersehnte Rally-Comeback mit jedem Tag etwas näher – ehe am 19. Mai die Startflagge geschwenkt wird…

Offizieller Link:
Murauer Rallyesprint

Murauer Rallyesprint St. Veit 2018 
Pressedienst

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