Krimi bei Kärnten Rallye

Nach dem frühen Aus von Rigler hatte der „Krimi von Althofen“ drei Fahrerduos, die unterschiedlicher nicht hätten können. Daniel Fischer übernahm auf SP3 im bärenstarken Szubaru Impreza GC8 die Führung, exakt 25 Sekunden dahinter belegte jener Michael Kogler den tollen zweiten Gesamtrang, der wie auch die HIRTER-Rallye von UNIOR unterstützt wird. Mit Günther Knobloch sorgte zudem der Vorjahressieger für weitere Spannung, als er mit dem nach seriennahem M1-Reglement aufgebauten Evo IX ebenfalls eine Gesamtbestzeit beisteuern konnte – auch wenn wechselhaftes Wetter, mehr oder weniger starker Regen hinzukamen, so waren es Kogler und Knobloch, die mit ihrem Einsatz dafür sorgten, dass sich das Feld vor den beiden letzten Sonderprüfungen wie eine Ziehharmonika zusammenzog: Kogler lag nur noch winzige 3,3 Sekunden hinter dem führenden Ungarn, und auch Knobloch fehlten nur noch runde sieben Sekunden.

Dass Günther Knobloch im M1 Serien-Mitsubishi beinahe seinen in der Rallye-Version errungenen Vorjahressieg hätte verteidigen können, wäre dem Steirer im Vorfeld nicht in den Sinn gekommen – am Ende konnte „Knobi“ sich über einen grandiosen zweiten Gesamtrang freuen, zudem konnten mit dem viertplatzierten Andi Wittmann und Gerald Bachler auf Platz zehn zwei weitere M1-Protagonisten ein Top 10-Resultat erzielen. Schon wegen der neun M1-Nennungen kam Knobloch voller Freude nach Althofen, zu dem auch für ihn überraschenden Endergebnis sagte der M1 Rallye-Masters-Initiator: „Damit habe ich natürlich überhaupt nicht gerechnet, ich habe mir ein Top 10-Ergebnis erwartet und wollte bei guter Lage in die Top 5 gelangen. Ich freue mich für die gesamte M1-Familie – draußen an den Strecken habe ich nur gutes Feedback von den Fans erhalten, besser kann es nicht sein.“

Nur sieben Sekunden hinter dem ebenso erstaunlichen Andi Wittmann, der in seiner erst zweiten Rallye Platz vier gesamt belegen konnte, glänzte Quereinsteiger-Kollege Rene Zweibrot im Ford Fiesta R5 auf Platz fünf als bester Kärntner Pilot (bester Kärntner wurde Jürgen Rausch, Copilot von Günther Knobloch), gefolgt vom erwähnten Max Zellhofer, dessen Sohn Christoph im gleichen Auto rund 46 Sekunden hinter dem Vater ins  Ziel kam. Lokalmatador Andreas Mörtl rundete das gute Ergebnis der Kärntner Piloten und Copiloten mit Rang acht ab.

Kurioses Detail am Rande: Der große Lokalmatador und mehrmalige Sieger der Kärnten-Rallye, Alfred „Highlander“ Kramer saß diesmal nicht in seinem in den Kärntner Landesfarben Rot-Gelb-Weiß gehaltenen Mitsubishi Lancer Evo 6.5, sein kurzfristig bei Race Rent Austria angemieteter Mitsubishi Lancer Evo IX nach dem neuen M1-Serienreglement war in jungfräulichem Weiß gehalten. Weil aber zwei weitere Teams farblich den früheren Kramer-Autos entsprachen, berichteten diese über einen deutlich gestiegenen Jubel und Zuspruch auf den Sonderprüfungen.

Kramer musste seine erneute Sieg-Absichten bald begraben, denn in einer Kurve hatte er zu lange gecuttet und so einen Reifenschaden erlitten, der das Team Kramer mehr als sechs Minuten Zeit kostete. Kramer versuchte noch mit einzelnen Sonderprüfungszeiten auf sich aufmerksam zu machen – immerhin konnte der „Highlander“ gleich dreimal die viertschnellste Zeit markieren – aber mehr als Platz 42 war aber nicht mehr möglich.

Ergebnis 1. HIRTER-Rallye powered by UNIOR:
1. Daniel Fischer/Zoltan Buna (H/H, Subaru Impreza GC8) 57:54,7 Minuten
2. Günther Knobloch/Jürgen Rausch (A/A, Mitsubishi Lancer Evo IX M1) +15,5 Sekunden
3. Michael Kogler/Tina Annemüller (A/D, Citroen DS3 R3T) +25,4
4. Andi Wittmann/Marco Hubler (A/A, Mitsubishi Lancer Evo X M1)
5. Rene Zweibrot/Dietmar Deticek (A/A, Ford Fiesta R5) +1:46,1 Minuten
6. Martin Zellhofer/Patrick Forstner (A/A, Suzuki Swift S1600) +2:04,4
7. Christoph Zellhofer/Andre Kachel (A/A, Suzuki Swift S1600) +2:50,5
8. Andreas Mörtl/Arno Puchleitner (A/A, Mitsubishi Lancer Evo IX) +3:14,8
9. Gernot Zeiringer/Sabine Thaller (A/A, Opel Adam R2) +3:19,1
10. Gerald Bachler/Hubert Zach (A/A, Subaru Impreza WRX STI M1) +3:19,7

Links:
Hirter Kärnten Rallye

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